Richard in Ghana
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Meer

Hey Leute,

 

Heiße Luft und grelles Licht sind Standart hier in Ghana! Da haben wir uns gedacht, dass wir doch mal an Strand fahren können. So sind wir über Silvester für 4 Tage an Strand gefahren. Wir das sind 2 deutsche Mädchen, Johanna und Friederike, und natürlich Oti, mein afrikanischer Freund und ich. Oti und ich sind am 29. Dezember in der Mittagszeit losgefahren. Die Mädchen sind schon um 4 in der Früh vorgefahren. Das erste was man natürlich erlebt ist, dass der Bus 2 Stunden Verspätung hat. Wir haben uns dann die Zeit damit vertrieben, uns über das Christentum zu streiten wie so oft in diesem Land… Wie auch immer es hier her kam, es scheint einen mittelalterlichen Einfluss zu haben. Die Menschen fragen nicht nach und die Pfaffen predigen was sie wollen. Zum Glück kam dann der Bus. Jedoch auch die Fahrt war ein einziges Abenteuer. Der Bus war auf neustem Stand und hatte Klima und auch 2 Flachbildschirme zur Unterhaltung. Naja für 5 Stunden fahrt auch ganz angebracht. Jedoch muss man dazu sagen, dass die Straße noch ein wenig Verbesserung braucht. In den ersten zwei Stunden ist der Bus von einer Straßenseite zur anderen gewankt, um den größten Löchern auszuweichen. Aber dabei wird nicht vom Gaspedal gegangen! Nein man fährt trotzdem mit 100 bis 1200 Km/h. Ich konnte mich aber zum glück mit der wunderschönen Landschaft ablenken. Es gab aufragende Felswände und tolle Palmengegenden, genauso wie Tiefen Regenwald mit Flüssen und Brücken darüber. Wir sind durch Dörfer und kleine Städte gekommen an dessen Straßenrand Kinder Fahrradfelgen vor sich her laufen ließen, aber man hat auch wieder Müllhaufen brennen sehen! Auf jeden Fall hab ich die Augen nicht zu machen können denn nach 2 stunden fahrt, wurden dann die Nigerianischen Filme eingeschaltet. Sehenswert auf eine andauernde komische Art und Weise. Man erkennt sofort wer gut und wer böse ist, wer weise und wer hinterhältig. Die Struktur der Filme ist immer gleich. Machtspiele, eine Intrige gegen den König oder den Erben aber zum Ende ein märchenhafter Ausgang. Nach weiteren 4 Stunden waren wir dann in Takoradi, gegen 10 Uhr Abends. Natürlich würden wir jetzt kein Tro Tro mehr zu diesem kleinen Fischerdorf bekommen. Also müssen wir uns ein Taxi für 20 Cedi nehmen. Viel Geld hier in Ghana! Im Radio des Taxis lief dann aber tolle Reggae Musik und wir konnten uns ein wenig von der Busfahrt erholen. Den Weg zu unserem Hotel werd ich so schnell auch nicht vergessen. ie reinste Schotterpiste durch Tiefdunklen Wald und dann auf einmal ist dort in dem Wald ein richtiges abgeschiedenes afrikanisches Dorf mit Fackeln und Lagerfeuern vor uns. Dann wieder Wald und bei offenem Fenster hör ich Vögel schreien und schreie die ich nicht zuordnen kann. Dann rieche ich das Meer! Wir kommen wieder auf ein Dorf zu. Ein richtiges Fischerdorf! Dann stehen wir auf einmal, weil wir uns festgefahren haben in dem weichen Sand der Düne. Sofort laufen uns die Dorfbewohner zur Hilfe. Sie schaffen es auch mit vereinten Kräften, dann verhandeln sie wieder mit dem Taxifahrer um Geld, aber er tritt einfach das Pedal und fährt uns am Dorf vorbei in das supertolle kleine Hotel DIREKT AM STRAND. Der Mond stand ganz klar am Himmel und man konnte im Mondschein die Rundhütten und Zelte in die Nacht ragen sehen. Wir haben uns schnell angemeldet und unsere Sachen in eine der Rundhütten gebracht. Dann sind wir erstmal Stunden am Strand gesessen und haben ausgiebig Abendbrot gegessen. Das frische Bier durfte natürliche auch nicht fehlen! Hier in Ghana gibt es wunderbares Bier, dass Starbier. Am nächsten Tag sind wir dann natürlich am Morgen als erstes ins Wasser gegangen. Bei bestimmt 27° Wassertemperatur und 2 meter hohen Wellen hatten wir wirklich riesigen spaß. Obwohl man bei solchem Wellen manchmal wirklich die Kontrolle über sich verliert! Wir sind mit nem Bodyboard über die Wellen geritten und haben uns in der Tube ordentlich verprügeln lassen von der Welle. Nachdem man dann absolut nicht mehr Meer in seinem Kopf und vor allem in seiner Nase ertragen kann, wird erstmal eine riesige Sandburg gebaut. Wir haben aber leider nicht mit solch wuchtigen Wellen gerettet und Sandburgshausen viel einer Sturmflut zum Opfer. Wir hatten dann auch genug Sonnenbrand. Also war relaxen in den Hängematten angesagt. Nach langem baden und relaxen war es dann irgendwie auch ganz schnell wieder Abend und wir machten uns auf den Weg ins nächste Fischerdorf um den Fischfang zu begutachten. Oti hat sich auf seine ghanaische Art auch ganz fix ein zwei gebratene Fische ergattert. Ich hatte wie immer zu viel Angst vor den Greten… Dafür haben wir aber auch ein wenig vom Fischfang gelernt und natürlich wurden wir auch auf ein wenig Alkohol eingeladen… Am nächsten morgen wollten wir uns dann eigentlich mit den Mädchen in einem anderen Hotel treffen aber dazu kam es nicht mehr, weil wir nun Silvester mit Ghanaern und ein paar Deutsche, die wir dort kennen gelernt haben, feiern wollten. Der Abend war wirklich gelungen, denn Ghanaer tanzen für ihr Leben gern! Jedoch nur zu afrikanischer Musik! Mit Indie Rock oder auch Britpop kann hier niemand etwas anfangen. Da muss man sich erst drauf einstellen, sobald wir aber wieder zu afrikanischem Hip oder Highlife umgestiegen sind, wurde wieder mächtig getanzt. Wir haben sogar drei Silvester Raketen in den Himmel geschossen und sind zusammen ums Lagerfeuer getanzt.

Am nächsten morgen mit Kater ins Wasser ist echt erholsam und bringt ein bei den 2 Meter hohen Wellen erst richtig in Schwung. Nach dem baden war das Spiel Dame immer eine tolle Abwechslung… so ging die Zeit schnell vorüber und wir mussten auch schon wieder Lebewohl sagen.  Nach sieben Stunden Fahrt und zwei langen nigerianischen Filmen waren wir dann auch wieder im kühlen Kumasi.

Hey Leuts!!!  
  Ich bin in Ghana, und werde hier ein Jahr als LEHRER arbeiten. Autoritaer bin ich ja!?  
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