Richard in Ghana
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Schule

Die Schule

 

Es hat sich seit den ersten 2 Januarwochen einiges geändert. Am Anfang war da die deutsche Leitung. Albert und Torsten waren die ersten 2 Wochen hier in Ghana und haben sich um den Bau des Kindergartens gekümmert. Es gab viele Sachen zu besprechen und vieles zu planen. Die Küche der Vocational training school wurde fertig gestellt. Die Grundsteinlegung des Kindergartens wurde vorgenommen und die Chefs dieser Region mussten alles absegnen, so wie es die Tradition will. Am 21. hat die Schule wieder begonnen und ich unterrichte nun auch an der Basic school Mathe zusammen mit Johanna. An der Voc. Training school gibt es leider im Augenblick noch ein Problem mit den Schülern, denn es sind einfach zu wenige. Wir hoffen alle, dass die Werbung für die Schule dieses Problem regeln wird. Die Schule wurde nun einem neuen Schulleiter übergeben, einem Mitglied der German Ghanaian friendship association. Alles soll nun verbessert und erneuert werden. Meiner Meinung nach bräuchte die Schule dazu aber erst einmal Schüler. Durch Schüler werden hier die Schulen erst rentabel, denn die zahlen mit ihrem Schulgeld die anfallenden Kosten.

Die Schulen hier in Ghana entsprechen sowieso nicht europäischem Standard. Es gibt keine Klassensätze an Schulbüchern und leider haben die Schüler auch kaum Schreib- oder Geometriewerkzeuge. Aber alle haben ein Handy, das sie ja eigentlich auch nicht in die Schule mitbringen dürfen. Die Schulbänke sind jedoch immer noch das Beste! Wenn ihr wissen wollt wie die aussehen, könnt ihr in ein deutsches Kulturmuseum gehen und euch die Schulbänke ansehen, in denen eure Großeltern noch gelernt haben. Immer zu zweit oder manchmal auch zu dritt sitzen sie in diesen Bänken und lernen fleißig oder auch nich so fleißig Mathe, Englisch oder Naturwissenschaften. Auch Kochen gehört hier noch zum Lehrplan. Dafür gibt es dann kein Kunst oder Musik. Natürlich werden alle Fächer frontal unterrichtet und manchmal auch noch mit Rohrstock. Wir haben so unsere Schwierigkeiten damit und streiten uns oft mit den Lehrern wenn sie wieder einmal ausholen. Was uns aber aufgefallen ist, wenn man zu zweit im Klassenraum ist, kann man die Schüler besser unterstützen. Dann kann man den Schülern schneller etwas beibringen, indem man auf den einzelnen eingeht. Wenn dann aber natürlich Schüler in der siebten, achten oder neunten Klasse kein englisch können, kann man ihnen nur schwer den Stoff vermitteln. Was soll man da machen? Twi lernen alle Kinder als Muttersprache und dann sollen sie in der Schule in Englisch unterrichtet werden. Die Lehrer sprechen aber Twi mit den Schülern damit sie wenigstens etwas verstehen. Alle Schulbücher sind aber in Englisch geschrieben. Sollte man Twi nicht mehr Unterrichten in der Schule und vom Kindergarten an nur Englisch reden? Sollte man seine eigene Muttersprache verleugnen? Zum Glück muss ich darauf keine Antwort finden und zum Glück verstehen mich viele von den Schülern denk ich doch mal!? Wir werden jedenfalls nicht aufgeben den Schülern etwas beizubringen.

Hey Leuts!!!  
  Ich bin in Ghana, und werde hier ein Jahr als LEHRER arbeiten. Autoritaer bin ich ja!?  
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